Im Semester
Dienstag 11:00 – Ende offen und nach Vereinbarung.
Mittwochs 11:00 – Ende offen und nach Vereinbarung.
Für Gäste ist die Teilnahme nach Absprache möglich.
Raum 001-124
Notizen aus der Klasse Skoog
Die Filmklasse ist eine Konstellation von Studierenden, die interdisziplinär, aber mit einem Schwerpunkt auf linsen- und/oder zeitbasierter Kunst arbeiten. Wir verwenden jedoch auch andere Materialien, Medien und Texturen. Was wir gemeinsam haben, ist die Verwendung von Filmgeschichte und Bewegtbildkultur, um die Welt, in der wir leben, zu entschlüsseln.
Film ist ein Medium mit unendlichem Potenzial, das Genres, Formate, Längen und Produktionsbudgets übergreift. Um dieser Erkenntnis Rechnung zu tragen, versucht der Kurs, die Filmgeschichte horizontal zu lesen bzw. anzuschauen, und vermeidet es, nur das zu betrachten, was manche als die wichtigen oder guten Filme bezeichnen würden.
Wir alle kämpfen damit, ein individuelles und persönliches Vokabular zu entwickeln. Um dem Rechnung zu tragen, ändert sich die Funktionsweise des Kurses je nach den Erfordernissen der geleisteten Arbeit.
Wie lernen wir und wie lehren wir einander? Um diesen banalen Fragen, binären Lehrmethoden und überholten Hierarchien zu entkommen, arbeitet die Klasse gemeinsam an immer neuen Werken.
Seit seiner Erfindung im späten 19. Jahrhundert ist der Film ein grundlegender Bestandteil der Kunstgeschichte. Die Klasse betrachtet die Kunstgeschichte mit dem Verständnis, dass Personen wie Maya Deren, Chantal Akerman, Luis Buñuel, Lucretia Martel, Tex Avery, Kathryn Bigelow oder Agnès Varda für die Entwicklung der Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts ebenso wichtig sind wie fx. André Breton, Isa Genzken, Donald Judd, John Cage oder Cindy Sherman.
Die Klasse nimmt die Platzierung von Mainz auch zum Anlass, „zu gehen und zu sehen“. Sie besucht nicht nur Ausstellungen, sondern auch andere Orte von filmischer Qualität wie Fabriken, Videospielentwickler, Flippermuseen, „die Berge“, Friedhöfe, Schießstände, Märchenwälder-Parks, barocke Treppenhäuser oder ein Magritte-Wandbild in einem belgischen Strandcasino.
Es scheint uns widersprüchlich, Kunstlernen und -lehren schriftlich zu definieren. Da es sich um etwas handelt, das sich ständig weiterentwickelt – je nachdem, wer wir in der Klasse sind und wo wir uns in der Welt befinden –, und da wir alle hier sind, weil wir irgendwann das Gefühl hatten, dass es Dinge gibt, die man besser auf andere Weise als mit Worten ausdrücken kann.
Im Semester
Dienstag 11:00 – Ende offen und nach Vereinbarung.
Mittwochs 11:00 – Ende offen und nach Vereinbarung.
Für Gäste ist die Teilnahme nach Absprache möglich.
Raum 001-124
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