Einführende Informationen
In der künstlerischen Lehre der Fotoklasse werden die Studierenden mit den künstlerischen Potenzialen des Mediums Fotografie vertraut gemacht. Die Studierenden werden dazu befähigt, individuelle künstlerische Fragestellungen zu entwickeln und diese praktisch umzusetzen. Auf diese Weise können sie sich auf den Weg der eigenen Formfindung begeben. Dabei soll Fotografie aus einer künstlerischen Haltung heraus genutzt werden. Das heißt, sich weniger für eine nachahmende Abbildung der Welt zu interessieren als vielmehr für den Entwurf von Gegenwelten und die Entwicklung einer eigenen bildnerisch-fotografischen Herangehensweise und Form. Damit geht eine Sensibilisierung und Schulung der Wahrnehmung einher: Bildkonventionen sollen erkannt, hinterfragt und ggf. für eigene Zwecke umgenutzt oder durch eigene Ideen ersetzt werden.
Da die Lehre an den individuellen Zugangsweisen der künstlerisch begabten Studierenden ansetzt, sind heterogene Studienbiografien und unterschiedliche Ergebnisse in den Erscheinungsformen künstlerischer Arbeit möglich, die nicht an ein Medium gebunden sein müssen. Das bedeutet, dass je nach Studieninteresse die Arbeit mit Fotografie um andere künstlerische Bereiche wie Installation, Video oder Malerei erweitert werden kann, sodass echte bildhafte Erfindungen möglich sind. Das Erproben der eigenen, in Form gegossenen Ideen und entstehenden Arbeiten wird im ständigen Austausch mit der Klasse begleitet, reflektiert und präzisiert. Zeigen und Gespräch sind die hauptsächlichen Lehrformen.