Kulturufer, Hindenburganlage,
55411 Bingen am Rhein
„Wir tauschen etwas, was wir verloren haben, gegen etwas, das du gefunden hast“
Initialisiert von Michelle Raitses und Lisa Lindenthal.
Klasse Baumgartner und Gäste (Kunsthochschule Mainz)
Selina Hammer, Jiyoon Kim, Sojeong Kim, Song Lim, Lisa Lindenthal, Ole Monzel, Silas Müller, Michelle Raitses, Karl Tovar, Lilian Fee Würth
Für die 7. Skulpturen-Triennale in Bingen (16. Mai – 4. Oktober 2026) haben Studierende der Kunsthochschule in Mainz das partizipatorische Projekt mein kann dein sein entworfen.
mein kann dein sein ist ein mehrteiliger künstlerischer Beitrag, den Studierende der Kunsthochschule Mainz im Rahmen eines semesterübergreifenden Projekts der Klasse Baumgartner entwickeln. Betreut von Maximiliane Baumgartner, Björn Drenkwitz und Robert Meyer.
In mehreren Aktionen, die über die Laufzeit der Triennale stattfinden, tauschen Studierende sowohl Materielles wie z. B. Bilder und Objekte als auch Immaterielles wie Wissen, Perspektiven und Handlungen etc. mit Menschen und Initiativen vor Ort.
Ausgehend von der Idee einer temporären Struktur in Gestalt eines Schiffs – als Tauschplattform und wachsendes, öffentlich einsehbares Archiv der getauschten Objekte, Geschichten und Perspektiven – entstand das Motiv aus einer kritischen Auseinandersetzung mit Postkartenmalereien der Rheinromantik. Der rege Schiffstourismus auf dem Rhein im 19. Jahrhundert wirft dabei die Frage auf: Was bleibt bestehen, was reist weiter, wenn Menschen zu Besuch kommen? Die temporäre Struktur, welche für die Zeit der Triennale in Bingen zu Besuch ist, lädt dazu ein, diese Fragen besprechbar zu machen. Gleichzeitig bietet die Bildwelt der Rheinromantik die Möglichkeit, völkisch-nationalistische Untertöne aufzudecken, die den Bildern der Romantik innewohnen.
Im Mittelpunkt steht der Austausch mit den Menschen vor Ort. Die gegenseitigen Tauschaktionen sollen Momente des Dialogs eröffnen. So entsteht ein assoziatives Archiv über den Ort. Die Tauschobjekte, welche in der Struktur aufbewahrt werden, erzählen eine assoziative, lückenhafte und zutiefst persönliche Geschichte des Ortes. Als eine Art „Gegenarchiv” kann hiermit weitergearbeitet werden, um eine alternative Erzählung über Bingen gemeinsam entstehen zu lassen, welche Spuren verlorener Erzählungen sichtbar machen kann.
Die Aktivierung von mein kann dein sein findet an den folgenden Tagen während der Laufzeit der Triennale statt:
Kulturufer, Hindenburganlage,
55411 Bingen am Rhein
Eröffnungstauschaktion 1
Samstag 16. Mai, 12.30 – ca. 16.30:
Tauschaktion 2
„Wir tauschen etwas, was wir verloren haben, gegen etwas, das du gefunden hast“
Initialisiert von Michelle Raitses und Lisa Lindenthal.
Sonntag 07.Juni, 13.30 – 17.00:
Tauschaktion 3 mit einer Grundschulklasse
„Tausche ein Bild von meinem Rheinblick gegen eins von deinen“
Initialisiert von Silas Müller.
Dienstag 09.Juni, 9.00 – 12.00:
Tauschaktion 4
„Ich tausche eure Geschichten über die Spielplätze in Bingen gegen ein Schiff“
Initialisiert von Karl Tovar.
Donnerstag 25. Juni, 13.30 – 17.00: Tauschaktion 4
Tauschaktion 5
„Tausche Landschaft gegen Interior (Teil 1)“
Initialisiert von Ole Monzel.
Samstag 04. Juli, 13.30 – 17.00:
Tauschaktion 6
„Tausche Landschaft gegen Interior (Teil 2)“
Initialisiert von Ole Monzel.
Sonntag 09. August 13.30 – 17.00:
Tauschaktion 7
„Wir tauschen Oberfläche gegen Oberfläche“
Initialisiert von Karl Tovar.
Sonntag 13. September, 13.30 – 17.00:
Tauschaktion 8
„Tausche Loreley‑Bänkelgesang gegen Dialoge à la Sokrates“
Initialisiert von Lilian Fee Würth