23.04.2026, 09:00 – 16:00
In öffentlich geführten Debatten zu Geschlechtergerechtigkeit ist in den letzten Jahren nicht mehr nur von der anzustrebenden Emanzipation aller marginalisierter Geschlechtsidentitäten die Rede. Zunehmend erfolgt auch eine Problematisierung von Männlichkeit, die als „toxisch“ identifiziert wird. Diskurse zu und diskriminierungskritische Auseinandersetzungen mit Männlichkeit fanden bisher allerdings kaum Eingang in die kunstpädagogische Forschung und Praxis – lediglich vereinzelt finden sich in der deutschsprachigen Literatur Abhandlungen zu Jungs* (weniger zu Männlichkeit) im Kunstunterricht.
Der Kunstpädagogische Tag will hier ansetzen und damit zur Schließung dieser Lücke beitragen. Grundlagen zu einer Perspektivierung von Männlichkeit werden über einen Impulsvortrag gelegt und konkrete Ideen für den Unterricht und die außerschulische Vermittlungsarbeit in drei Workshops mit Harry Hachmeister (Picture Masculinity), Mako Sangmongkhon (männlichkeiten_performativ_unterbrechen) und Stefan Bast (KritischeMänner*KunstGeschichten) gelegt. Diese Ansätze gilt es folglich in den jeweils eigenen Praxen zu erproben und zu reflektieren.
Der kunstpädagogische Tag richtet sich an Lehrer_innen aller Schulformen, Studierende und Kunstvermittler_innen im außerschulischen Bereich. Es wird ein gemeinsamer Austausch geboten, der allen Teilnehmer_innen kunstorientierte und diskriminierungskritische Zugriffe und Methoden auf Männlichkeit sowie aktuelle Forschungsperspektiven näher bringt.
Konzeption und Kooperation: Stefan Bast, in Zusammenarbeit mit dem Bereich Kunstdidaktik an der Kunsthochschule Mainz und in Kooperation mit dem BDK e.V., Fachverband für Kunstpädagogik Rheinland-Pfalz.
Die Veranstaltung kann von Lehrpersonen als Weiterbildung besucht werden.
23.04.2026, 09:00 – 16:00