05.–09. Oktober 2026
Mo.–Fr. 10–16 Uhr
Herbstferien-Workshops an der Kunsthochschule Mainz
Die Kunsthochschule Mainz veranstaltet in den rheinland-pfälzischen Herbstferien 2026 einen mehrtägigen Schülerworkshop zur gezielten Förderung talentierter junger Künstlerinnen und Künstler.
Zielgruppe
Eingeladen sind Schülerinnen und Schüler der gymnasialen Oberstufe sowie der Oberstufen integrierter Gesamtschulen, die ihre gestalterischen Fähigkeiten vertiefen und sich mit verschiedenen künstlerischen Techniken auseinandersetzen möchten.
Workshops
Die Workshop-Woche umfasst drei praxisnahe Einheiten in unterschiedlichen künstlerischen Disziplinen und Arbeitsformen. Malerische Flächenbearbeitung, Abformen und Vervielfältigen sowie Experimentelles Drucken – Monotypie, Frottage und Linolschnitt. Unter der Leitung erfahrener Dozentinnen und Dozenten haben die Teilnehmenden die Möglichkeit, experimentell zu arbeiten, eigene künstlerische Ausdrucksmöglichkeiten auszuloten und sowohl grundlegende als auch weiterführende Techniken kennenzulernen und praktisch zu erproben.
Rahmenbedingungen
Die Teilnahme ist kostenfrei. Die Workshops finden in kleinen Gruppen unter professioneller Leitung statt.
Studienangebot und Ausblick
Neben dem praktischen Schaffen gewährt die Veranstaltung Einblicke in das Studienangebot und die künstlerische Praxis an der Kunsthochschule Mainz. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie junge Talente für ein Kunststudium gewonnen und in ihrer Orientierung für den weiteren Bildungsweg gestärkt werden können. Zugleich möchte sich die Kunsthochschule Mainz als zentrale Ausbildungsstätte für Bildende Kunst in Rheinland-Pfalz einem breiteren Publikum vorstellen.
Die intensive Begegnung mit verschiedenen Kunstformen sowie der Austausch mit Lehrenden und Gleichgesinnten schaffen ein Umfeld, das kreative Prozesse anregt und die künstlerische Entwicklung der Teilnehmenden nachhaltig bereichert.
Bildnachweis
Herbstworkshop, Text, Design, 2026 © Kunsthochschule Mainz, Robert Meyer
05.–09. Oktober 2026
Mo.–Fr. 10–16 Uhr
Kursleitung Selina Hammer
In diesem Workshop erhalten die Teilnehmenden eine praktische Einführung in die Grundlagen der Abformtechnik. Dabei wird handwerkliches Arbeiten mit spielerischem Experimentieren verbunden. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie sich durch Abformen und Gießen aus einem einzelnen Gegenstand eine Vielzahl neuer Formen erstellen lässt.
Zu Beginn werden kleine Objekte mit Dentalsilikon abgeformt. Als Ausgangspunkt können eigene, mitgebrachte Gegenstände dienen oder Formen, die direkt im Workshop aus Ton modelliert werden. Dabei werden die grundlegenden Schritte der Abformtechnik gemeinsam erprobt und praktisch umgesetzt.
Anschließend werden die entstandenen Silikonformen zum Gießen verwendet. Als besonderes Gussmaterial kommt Schokolade zum Einsatz. Die vervielfältigten Formen können somit nicht nur betrachtet und miteinander verglichen, sondern am Ende des Workshops auch probiert werden.
So entsteht im Laufe des Workshops eine kleine Sammlung von Objekten, die den Weg von der ursprünglichen Vorlage über die Abformung bis zur Vervielfältigung nachvollziehbar macht. Gleichzeitig eröffnet die Arbeit mit Formen und Materialien einen spielerischen Zugang zu Fragen von Original, Kopie und Veränderung.
Alle, die Lust haben, mit Materialien und Formen zu experimentieren und den Prozess des Abformens und Vervielfältigens praktisch kennenzulernen, sind herzlich eingeladen.
Kursleitung Ole Monzel und Frederic Stein
Wie entsteht ein Bild, bevor es zum Bild wird? In diesem fünftägigen Workshop geht es um die Herstellung eigener Malgründe und die vielfältigen Möglichkeiten, malerische Flächen zu bearbeiten, zu verändern und neu zu denken.
Zunächst werden gemeinsam unterschiedliche Bildträger aus Holz, Stoff und anderen Materialien hergestellt, bespannt und grundiert. Anschließend werden verschiedene Malmittel, Lösemittel und Bindemittel sowie wasser- und ölbasierte Techniken ausprobiert. Dabei steht nicht das Erlernen einer bestimmten Malweise, sondern das praktische Experimentieren mit Material, Fläche und Farbe im Vordergrund.
Ausgehend von den selbst hergestellten Malgründen entstehen im Laufe des Workshops eigene Arbeiten und Bildideen. Dabei geht es auch darum, Ideen schnell auszuprobieren, neue Ansätze zu entwickeln und den malerischen Prozess als offenen Raum für Experimente zu nutzen. Ein gemeinsamer Besuch der Bibliothek kann zusätzliche Impulse für die Recherche und die eigene Arbeit geben.
Der Workshop bietet viel Zeit für die praktische Arbeit, aber auch für Austausch und gemeinsames Nachdenken über die entstandenen Bilder. Zum Abschluss werden die Arbeiten in einer kleinen Präsentation bzw. Mini-Vernissage gezeigt und gemeinsam besprochen.
Ein gemeinsames Mittagessen, das während des Workshops als Gruppe zubereitet wird, ist ebenfalls Teil der Woche und schafft Raum für Austausch und Begegnung abseits der eigentlichen künstlerischen Arbeit. Eingeladen sind alle, die Lust auf Malerei, Materialexperimente und die praktische Entwicklung eigener künstlerischer Ideen haben – unabhängig davon, ob sie bereits Erfahrung mit Malerei haben.
Kursleitung Elpida Tsaousidis
Der Workshop bietet die Gelegenheit, verschiedene Techniken der künstlerischen Druckgrafik kennenzulernen und praktisch auszuprobieren. Im Mittelpunkt stehen das Experimentieren mit Farbe, Form und Struktur sowie die Frage, wie aus einfachen Materialien und Verfahren überraschende Bilder entstehen können.
Zu Beginn beschäftigen wir uns mit der Monotypie, einem Druckverfahren, bei dem jeder Abdruck ein Unikat ist. Dabei wird Farbe auf eine Druckfläche aufgetragen, verändert, überlagert und anschließend auf Papier übertragen. Dabei spielen Zufall und spontane Entscheidungen eine wichtige Rolle und eröffnen immer wieder neue, unerwartete Bildmöglichkeiten.
Im Anschluss geht es mit der Frottage auf die Suche nach unterschiedlichen Oberflächen und Strukturen. Strukturen aus der Umgebung werden aufgespürt und durch Abrieb auf Papier sichtbar gemacht. Aus diesen Spuren entstehen eigene Kompositionen. Dabei geht es vor allem um das Entdecken und darum, alltägliche Oberflächen aus einer neuen Perspektive wahrzunehmen.
Im dritten Teil lernen wir schließlich den Linolschnitt als klassisches Hochdruckverfahren kennen. Wir entwickeln eigene Motive, übertragen sie auf eine Linolplatte und arbeiten sie mit Schneidewerkzeugen heraus. Anschließend werden die Druckplatten eingefärbt und auf Papier gedruckt. Im Gegensatz zur Monotypie können die entstandenen Motive mehrfach gedruckt, verändert und zu eigenen Serien weiterentwickelt werden.
Im Laufe des Workshops können die verschiedenen Techniken auch miteinander kombiniert werden. So entsteht eine vielfältige Sammlung eigener Arbeiten – von spontanen, zufälligen Monotypien über experimentelle Frottagen bis hin zu ausgearbeiteten Linoldrucken.
Alle, die Lust haben, Druckgrafik praktisch kennenzulernen, mit unterschiedlichen Verfahren zu experimentieren und eigene bildnerische Ideen zu entwickeln, sind eingeladen.
ist der 01. Oktober 2026
Teilnehmerzahl begrenzt!
Frühzeitige Anmeldung für einen der genannten Kurse wird empfohlen!
Hörsaal der Kunsthochschule Mainz,
Am Taubertsberg 6,
55122 Mainz