• FORUM „A Burst of Light“, Forum / Qualitätssicherung

    Kunsthochschule Mainz im SoSe 2022, 15. Juni, ganztägig ab 10.00 Uhr

    Utopien einer Kunsthochschule denken und die Gegenwart unter diskriminierungskritischen Blickwinkeln analysieren – mit A Burst of Light greifen wir einen Essay der US-amerikanischen Schwarzen Feministin Audre Lorde auf. In A Burst of Light formulierte Lorde in den 1980er Jahren: “While we fortify ourselves with visions of the future, we must arm ourselves with accurate perceptions of the barriers between us and that future.”

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    1. Richtlinien zur Qualitätssicherung der Lehre an der Kunsthochschule-Mainz

    2. Konzept FORUM Kunsthochschule Mainz

    Unser FORUM – A Burst of Light – soll im Licht dieses Essays stattfinden, am Mittwoch, 15. Juni 2022. An diesem Tag sollen die regulären Lehrveranstaltungen an der Kunsthochschule zugunsten einer Selbstreflexion über unser Tun, insbesondere Lehre und Lernen bei uns, ausfallen, sodass die Teilnahme für möglichst viele Studierende möglich wird.

    Im Vorfeld erhalten sechs studentische Scouts die Möglichkeit, in drei Zweierteams jeweils eine andere Kunsthochschule zu besuchen. Die Auswahl der Scouts (Studierende Diplom/Lehramt paritätisch) und die Auswahl der Hochschulen (zwei national, eine international) soll den Studierenden überlassen sein. Der Rektor und das Kollegium sind bei der Kontaktaufnahme und Organisation der Reisen behilflich. Reise- und Übernachtungskosten sowie ein kleines Essensgeld für zwei Tage werden von der Kunsthochschule gegen Vorlage von Rechnungen übernommen. Es sollen in den besuchten Kunsthochschulen Gespräche ermöglicht werden – beispielsweise mit Studierenden, Fachschaften, Klassenleitungen, Dozent_innen, Werkstattleiter_innen, Rektor_innen. Die Scouts haben die Möglichkeit, herauszufinden, wie andere Kunsthochschulen ‚aufgestellt‘ sind und wie Studium und Lehre an anderen Orten abläuft im Hinblick auf Klassen wie Seminare, Atelierarbeit und Theorie, auf Werkstattarbeit, Ausstellungsmöglichkeiten, Kooperationen, Räumlichkeiten etc. Neben generellen Beobachtungen sollen unter einer diskriminierungskritischen Perspektive Hierarchien und Diversität an den jeweiligen Kunsthochschulen in den Blick genommen werden.

    Am Tag des FORUMs selbst sollen nach vorläufiger Planung in den Zeiten von 10.00 – 12.00 Uhr bzw. von 13.30 – 15.30 Uhr vier studentische Arbeitsgruppen zu spezifischen Themen unter der Leitung externer Moderator_innen in folgenden Bereichen eingerichtet werden:
    – Das Aufnahmeverfahren an der Kunsthochschule
    – Das Verhältnis von Kunstbezogener Theorie und Kunstdidaktik zur Kunstpraxis
    – Ausstellungen in und außerhalb der Kunsthochschule
    – Hierarchische StrukturenWichtig: die Arbeitsgruppen werden von professionell ausgebildeten Externen geleitet, damit Studierende sich in einem geschützten Rahmen äußern können und dabei Unterstützung und Anleitung erhalten.

    Einrichtung eines zentralen Briefkastens an diesem Tag für studentisches Feedback. Dieser Briefkasten soll informell und anonym ermöglichen, auch kritische Rückmeldungen zur Lehre zu geben. Die Feedbackbriefe werden vom Rektor in Empfang genommen und ausgewertet – gemeinsam mit ein/zwei Dozent_innen. Die in den Briefen geäußerte Kritik wird vertraulich behandelt und in den Folgewochen führt der Rektor ggf. Gespräche mit den betroffenen Dozent_innen.

    Dozent_innen und Werkstattleiter_innen können Einzelgespräche an diesem Tag für Studierende anbieten, in denen Kritik geäußert werden kann und Verbesserungsvorschläge zur Lehre bzw. zu technischen Unterweisungen gemacht werden können („The professor is in“).

    Ab 16.00 geben die Scouts Einblicke in ihre Erfahrungen (je 30 min pro Gruppe), die sie während ihrer Reisen zu anderen Kunsthochschulen gemacht haben.

    Um 18.00 Uhr gibt es kurze Rückmeldungen aus den Arbeitsgruppen mit Wünschen für die Zukunft – ca. 10 min pro Gruppe.

    Ab 19.00 gibt es je nach Covid-Lage einen Ausklang mit Grillen auf dem „Forum“ der Kunsthochschule. Der Rektor und das Kollegium erklären sich bereit, die am Forum von den Studierenden geäußerte Kritik ernst zu nehmen, an einem gesonderten Termin (z.B. im Rahmen der Dozierendenkonferenz oder auf einem Werkstattleiter_innen-Treffen) untereinander zu diskutieren und Anregungen/Vorschläge nach Rücksprache ggf. aufzunehmen und umzusetzen.

    Ein detaillierteres und in Teilen sicher noch zu überarbeitendes Programm des FORUM’s werden wir rechtzeitig veröffentlichen.